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Poker Strategien um erfolgreich Poker zu spielen

   

Online Poker richtig spielen

Haben Sie Poker im TV gesehen oder haben Ihnen Ihre Freunde davon erzählt? Möchten Sie gerne damit beginnen Online-Poker zu spielen, wissen aber noch nicht wo und wie? Hier sind Sie am richtigen Platz, PokerNews wird Ihnen im Rahmen der Strategiesektion helfen, erfolgreich Online-Poker zu spielen. Wir wissen wo Sie sich anmelden müssen. Wir werden Sie mit ausgewählten Anleitungen unterstützen und Ihnen mit unseren Strategieartikeln helfen erfolgreich Poker zu spielen. In diesem Bericht, möchten wir ihnen die Grundlagen erklären, es geht in diesem Bericht darum, wie Sie sich in einem Poker-Room anmelden und wir werden versuchen, einige Fragen zu beantworten, die für jeden Anfänger wichtig sind.

1. Wählen Sie PartyPoker aus.

Die gute und die schlechte Nachricht ist, dass es heutzutage, bedingt durch die Popularität und die Medienpräsenz von Poker, hunderte von Online-Pokerroom gibt, unter welchen Sie sich Ihren bevorzugten Poker-Room auswählen können. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wir haben einige der bekanntesten Pokerrooms getestet und bieten Ihnen aus gutem Grund PartyPoker an. Dieser Pokerraum bietet einen Bonus für Ihre erste Einzahlung und niedrige Spiel-Level an (dazu eine spezielle Anfängersektion).

2. Download der PartyPoker Software.

Wenn Sie PartyPoker genau angesehen haben, sollte die Auswahl eines geeigneten Online Pokerrooms für Sie kein Problem mehr darstellen. Der nächste Schritt sollte somit der Download der Software sein. Sie finden den entsprechenden Download Link um die Software zu laden. Der Download geht im Regelfall sehr schnell und Sie sind nur noch wenige Schritte von Ihrer ersten Runde Online Poker entfernt. Sollte es zu Problemen beim Download kommen, sollten Sie sich mit PartyPoker Support von PartyPoker in Verbindungn (per E-mail, Telefon oder Live-Chat). Die Kundenbetreuung sehr kompetent und hilfsbereit.

3. Poker spielen mit Spielgeld.

Die PartyPoker Software ist installiert und Sie sind heiß darauf Ihre erste Runde Poker zu spielen? Suchen sie nach dem Button und eröffnen Sie einen neuen Spieleraccount. Suchen Sie sich einen Spielernamen aus, geben Sie ihre persönlichen Daten an und stellen Sie sicher, dass die angegebene E-Mail-Adresse stimmt. Alle Angaben die Sie eingeben sollten der Wahrheit entsprechen, da PartyPoker die Angaben prüft und den Account bei unrichtigen Angaben sperrt. Damit Sie sich mit der PartyPoker Software vertraut machen und die allgemeinen Poker Spielregeln erlernen können, sollten Sie zuerst einen Playmoney-Account (Spielgeld) eröffnen. Diese Option gibt Ihnen die Möglichkeit die Basics des Spiels zu verstehen, ohne finanzielles Risiko. !! Aber Vorsicht !! Das Spiel mit Playmoney spiegelt nicht die Realität wieder, es ist nicht möglich im Playmoney-Bereich Strategien zu erlernen, das Spiel im Playmoney-Bereich dient ausschließlich zu Spaßzwecken, um die Bedienung der Software, den allgemeinen Spielablauf und die Wertungsreihenfolge der Karten zu erlernen (obwohl man bei vielen Freerolls schon ab und an annehmen könnte im Playmoney Bereich zu spielen). Im Spielgeld-Bereich erhält jeder Spieler eine bestimmte Anzahl Spielchips, mit welchen er sich an den Tisch seiner Wahl setzen kann. Wenn er sein Spielgeld-Startkapital verloren hat, kann er sich über den Reload-Button jederzeit neues Spielgeld auf sein Spielgeldkonto buchen lassen. Wenn Sie keine Lust haben selbst zu spielen, haben Sie bei PartyPoker die Möglichkeit sich als Beobachter an einen Real-Money Tisch zu begeben, um das Spiel zu beobachten (was oft einen größeren Lerneffekt hat, als stundenlanges Playmoney-Spiel).

4. Spielen um echtes Geld.

Wenn Sie sich lange genug mit dem Spiel im Playmoneybereich beschäftigt haben und der Meinung sind, dass Sie die grundsätzlichen Basics verstanden haben, sollten Sie sich überlegen, ob die Zeit gekommen ist um echtes Geld zu spielen. Machen Sie eine Einzahlung. Das Spiel um echtes Geld ist nicht mit dem Spiel um Spielgeld vergleichbar! Aber machen Sie sich keine Sorgen, PartyPoker bietet spezielle Bereiche für Anfänger an, mit Micro-Limits in welchen Sie keine größeren Summen verlieren werden, da die Grundeinsätze sehr gering sind. PartyPoker bietet Ihnen auch die Möglichkeit an Turnieren teilzunehmen, wobei der Buy-In teilweise unter 1$ liegt, bedingt durch diesen niedrigen Buy-in, sind diese Turniere natürlich eine hervorragende Möglichkeit Real-Money-Spielerfahrung zu sammeln. Denken Sie bitte daran bei der Einzahlung einen eventuell angebotenen Bonus für die Ersteinzahlung auszunutzen. Weitere Fragen und Anmerkungen: Online Poker kann für jemanden, der vorher noch kein Poker gespielt hat, sehr verwirrend sein. Es tauchen jede Menge Fragen auf. Wir möchten Ihnen nachfolgend einige der häufig auftretenden Fragen beantworten:

Frage: Wie ist das denn beim Online Poker?

Beim normalen Pokerspiel kann ich mein Gegenüber sehen, ich kann Ihm in die Augen schauen und aus seinen Reaktionen darauf schließen, welche Karten er in der Hand hält, ob er Blufft oder ob er eine Monsterhand hat?" Dieses Hollywood Mysterium über Bluffen und " Lesen" des Gegners ist nur ein Teil des Spiels, welcher nicht wirklich entscheidend ist. Auch beim Online-Poker können Sie aus bestimmten Reaktionen Ihrer Gegner Rückschlüsse auf dessen Karten ableiten. Die meiste Zeit, welche Sie am Tisch verbringen, haben Sie genug damit zu tun zu überlegen, wie andere Spieler sich wohl in dieser Situation verhalten würden, was die Höhe des Einsatzes für Sie bedeutet. Zusätzlich müssen sie noch viele andere Dinge beachten, welche wir uns in einem späteren Bericht genauer anschauen werden. Kurzum, Sie haben jede Menge zu tun, wenn Sie am Tisch sitzen und die Tells sind nur ein kleiner Teil davon. Die Sache mit dem Lesen scheint auch den Pokerpros, welche normalerweise Live in Casinos spielen, nicht so wichtig zu sein. Die Mehrzahl der Pokerpros spielt sehr gewinnbringend OnlinePoker, ohne über die " Live-Tells" zu verfügen. Online Poker ist schnell und kann überaus gewinnbringend sein. Wenn Sie die Möglichkeit hätten Live Poker zu spielen (mit der Möglichkeit Ihren Gegner zu "Lesen") und damit an einem Tisch 50$ pro Stunde verdienen würden, oder Sie würden Online Poker spielen (ohne die direkte Möglichkeit Live-Tells zu nutzen) und 4 Tische gleichzeitig spielen, wobei Sie an jedem Tisch 25$ pro Stunde verdienen, wo würden Sie wohl gewinnbringender spielen?

Frage: Ich möchte im Internet um echtes Geld spielen, habe aber bedenken wegen der Sicherheit und der Gefahr von Betrug. Woher kann ich wissen, dass mein eingezahltes Geld sicher ist (bzw. dass meine Kreditkartendaten nicht missbraucht werden), dass die Pokerseite auf welcher ich eingezahlt habe vertrauenswürdig ist und dass meine Mitspieler nicht zusammenarbeiten und betrügen?

Alles das sind natürlich sehr wichtige Punkte, aber sie müssen immer bedenken, dass die großen Seiten durch die Spielgebühren (Rake) Millionen verdienen. Warum aber sollte es die Betreiber der Seite interessieren, ob Sie verlieren oder gewinnen, die Betreiber der Pokerseite bekommen in jedem Fall Rake unabhängig davon, ob Sie gewinnen oder verlieren? PartyPoker stellt mit die höchsten Ansprüche an die Sicherheit, dass garantiert die Bindung der Spieler und stellt langfristig sicher, dass Spieler immer wieder auf unserer Seite spielen werden. Wir arbeiten mit geprüften Zufallsgeneratoren, um sicher zu stellen, dass die Kartenverteilung gerecht ist. Die Zufallsgeneratoren werden durch unabhängige Fremdfirmen, wie iTech Labs, überprüft und werden als korrekt und betrugssicher eingestuft. Weiterhin benutzt PartyPoker spezielle Software, um festzustellen, wenn Spieler zusammenarbeiten, zusätzlich werden die Tische durch Profispieler beobachtet und Auffälligkeiten durch den Support aufgrund der Handhistorie überprüft. Sie können sicher sein, dass Sie bei PartyPoker sicherer und betrugssicherer spielen, als in jedem Live-Poker-Spiel. Die PokerParty kann beginnen!

 

Die Bandbreite der Karten deiner Gegner einschätzen

Es gibt eine Lektion, die ich gelernt – und immer wieder neu gelernt habe – während ich mich bei den No Limit Holdem PokerPartys hochgearbeitet habe: Nahezu alles reduziert sich auf „Handranges“, die Startkartenintervalle, die sowohl man selbst als auch ein Gegner spielen könnte. Erstere könnten durchaus Thema eines eigenen Artikels sein, ich möchte hier aber über einige der zahllosen Möglichkeiten sinnieren, wie die Handspektren, die Sie Ihren Gegnern zuweisen, Ihre eigenen Entscheidungen im Spiel beeinflussen sollte.
Die meisten Leser der Two Plus Two Internet-Beiträge werden verstehen, dass sie ihre Gegner immer auf eine gewisse Bandbreite möglicher Hände setzen sollten. Allerdings werden viele gleichermaßen ebenso verwirrt sein, wie sie diese Einschätzung genau nutzen sollen. Das bedeutet, sie werden nicht wissen, wie genau die vermuteten Handspektren ihre eigenen Entscheidungsprozesse in nahezu jeder Situation beeinflussen sollten.
Dazu gehört sehr viel mehr als der Gedanke: „Ich schlage den und den Bereich an Händen, deswegen calle ich jetzt“, oder „Gegenüber dem Range habe ich nicht ausreichend Equity, also folde ich.“ Ihre Wahrnehmung der möglichen gegnerischen Karten sollte alles beeinflussen: ob Sie bluffen bis zur Höhe Ihrer Valuebets. Manchmal sogar auf sehr subtile Weise.
In diesem Artikel werden wir kurz die Grundlagen diskutieren, wie Sie Ihre Equity gegenüber einer Bandbreite von Händen berechnen und dann einige der etwas komplizierteren Methoden untersuchen, wie die von Ihnen beim Gegner vermuteten Handranges Ihre eigene Spielweise beeinflussen sollten.
Zuordnung eines Handspektrums und Berechnung der Equity
In einer Full Ring No Limit Holdem-Partie ($5/$10) sind Sie mit einem Paar Jacks auf dem Button. Emil Stahlbeton raist UTG auf 50 $ und Sie callen als einziger. Im Flop fallen A-J-2 und Emil geht mit 115 $ all in. Sie haben sehr oft gegen Mr. Stahlbeton gespielt und sind sicher, dass er niemals all in gehen würde, ohne mindestens ein Set zu haben. Weil Sie selbst drei Jacks haben, muss sein Range zu 50% aus drei Assen und zu 50% aus einem Set Zweier bestehen. Damit wäre es für sie ein ganz klarer Call bei Pot-Odds von 2:1, richtig?
Falsch! Das Spektrum, was Sie einem Gegner zuweisen, sollte sich von Setzrunde zu Setzrunde entwickeln und enger werden, je mehr Informationen Sie aus den Aktionen Ihres Gegners ableiten. Ein extrem tighter Spieler wird aus erster Position vermutlich viel seltener mit 2-2 als mit A-A raisen. Tatsächlich macht Emil Stahlbeton das nur in 10% der Fälle, während er mit A-A in 90% aller Fälle raist. Preflop wären 2-2 und A-A nur einige der Hände seines Spektrums, sobald er aber all in gegangen ist, sind das die einzigen beiden, über die wir weiter nachdenken.
Aus diesem Beispiel lassen sich zwei wichtige Konzepte ableiten. Erstens, Sie müssen sämtliche Aktionen des Gegners in Ihr Kalkül einbeziehen, nicht nur die Aktion der aktuellen Wettrunde. Zweitens besteht ein Handspektrum nicht nur aus einem Satz möglicher Hände, sondern auch aus der Wahrscheinlichkeit, dass ein Gegner jede dieser Hände hält. Manchmal wird dies gewichtetes Spektrum genannt. Allerdings wäre die Bezeichnung eigentlich überflüssig, jedes Spektrum sollte gewichtet sein.
In unserem Beispiel besteht das Sektrum von Mr. Stahlbeton zu 10% aus 2-2 und zu 90% aus A-A. Um daraus die unsere Gesamtequity gegenüber diesem Spektrum zu berechnen, müssen wir die Einzelwahrscheinlichkeiten für die Hände und unsere zugehörigen Einzelequities multiplizieren und anschließend summieren. In diesem Fall hat unser Gegner in 90% der Fälle A-A und gemäß Poker Stove (ein sehr nützliches Gratistool, zu finden unter www.pokerstove.com) haben wir 4% Equity. In den restlichen 10% der Fälle hat er 2-2 und wir erhalten 96% Equity. Daraus ergibt sich die Gesamtequity zu 0,9×0,04 + 0,1×0,96 = 0,132 oder ungefähr 13%. Selbst bei den vorliegenden Pot Odds von 2:1 muss hier ganz klar gefoldet werden.
Beachten Sie, wenn wir die Pre-Flop Aktion nicht beachtet hätten und Emil Stahlbetons Spektrum nicht entsprechend gewichtet hätten, hätten wir 50% Equity errechnet und schnell aber fälschlicherweise sein all in gecallt.
Das war eine der grundlegenden Anwendungen von Entscheidungsfindung aufgrund von Handspektren. Für manche dürfte es offensichtlich sein. Aber, wie wir gleich sehen werden, die Zuweisung eines Spektrums ist in viel mehr Fällen als nur für die Showdown-Equity äußerst nützlich.
Bluffen
Zum Bluffen gehört viel mehr als selber nichts zu haben und sicher zu sein, der Gegner wird nach einer Bet folden. Wenn Sie nur bluffen, wenn Sie sicher sind, der Gegner wird aussteigen, dann bluffen Sie nicht annähernd oft genug.
Ihre Entscheidung zum Bluff sollte sich auf dem Spektrum gründen, das Sie Ihrem Gegner geben. Wenn Sie über einen Bluff nachdenken, sollten Sie in der Lage sein, die spezifischen Hände zu benennen, mit denen Ihr Gegner folden dürfte. Sie können dann seine Foldhäufigkeit mit der Potgröße und der anvisierten Einsatzhöhe in Beziehung setzen, um zu entscheiden, ob der Bluff profitabel sein wird.
Angenommen, Sie eröffnen in einem $5/$10-Spiel mit Pik vierPik drei(2 Spieler)
vom Cutoff und werden vom Small Blind, einem TAG, der hier regelmäßig spielt, gecallt. Im Flop kommen 9,8,7 alle in Herz. Sie haben nichts, sind aber versucht, einen Schuss auf den Pot abzufeuern um ihn mit einem Einsatz in halber Pothöhe zu stehlen oder dann eventuell aufzugeben. Aber spielen Sie nicht automatisch an, nur weil Sie irgendwo gelesen haben, Sie müssten den Flop anspielen, nachdem Sie vor dem Flop geraist haben. Das ist zwar im Allgemeinen der richtige Weg, wie fast alles im Poker hängt es aber von der Situation ab und Ihre Entscheidung muss letztlich davon abhängen, wie Sie die Spielweise des Gegners für jede Hand seiner Range einschätzen.
Viele solide, tight aggressive Spieler haben eine überraschend schmale bandbreite an Händen, wenn sie außer Position ein Raise cold callen sollen. Sie werden die überwiegende Mehrheit der möglichen Hände folden, meist mit starken Blättern reraisen und fast ausschließlich mit spekulativen Händen wie Pocketpaaren und suited Connectors callen. Wir nehmen für diese Situation ein Spektrum an Paaren an von 2-2 bis 9-9, suited Connectors von 7-6s bis k-Qs und gapped suited Connectors (mit Lücke) von J-9s bis K-Js.
Vielleicht haben Sie intuitiv bemerkt, wie gut der Flop zum Spektrum Ihres Gegners passt. Angenommen, er callt oder raist Ihren Einsatz mit Bottom-Paar oder besser oder mit einem Draw mit acht oder mehr Outs, dann wird er 2-2 bis 5-5 in 100% der Fälle folden und Q-Js, K-Js, K-Qs in 75% der Fälle (in den übrigen 25% hat er einen Herz-Draw). Selbst ohne die genauen Werte dieser Hände für sein Spektrum zu kennen, sollte es offensichtlich sein, dass ein einzelner Bluff in einer Wettrunde zu selten Erfolg haben wird, um profitabel zu sein.
Sie checken also. Im Turn fällt die Pik 2 und Ihr Gegner checkt erneut. Obwohl Sie ursprünglich auf dem Flop folden wollten, müssen Sie jetzt weiter über sein Spektrum nachdenken, denn gerade könnte sich eine profitable Situation ergeben haben.
Sie sind fest überzeugt, der Gegner hätte keine zweite Gelegenheit vorbei ziehen lassen, um seine stärkere Hand anzuspielen oder mit vielen Draws zu semi-bluffen. Sie glauben, seine Callinganforderungen sind unverändert, können nun aber seine Bandbreite auf 3-3-bis 6-6, 7-6s, 8-6sT-8s und (ohne Herzkarten) Q-Js, K-Js und K-Qs einschränken. Daraus ergeben sich 18 Kombinationen für Pocketpaare (aufpassen, Sie halten eine 4 und eine 5), von denen 12 (alle außer 6-6-Paare) gefoldet werden, neun Paare und Draw-Kombinationen, die nicht gefoldet werden und neun Kombinationen ungepaarter Karten, die gefoldet werden. Der Gegner wird also 21 von 36 möglichen Startkarten folden. Damit wird ein Bluff in halber Pothöhe profitabel.
Beachten Sie bitte: Sie kommen mit diesem relativ kleinen Bluff nur durch, weil ein hoher Anteil der Karten, mit denen Ihr Gegner folden wird, aus seiner Blickrichtung heiße Luft ist. Wenn Sie eine Hand wie A-K hielten, hätte Ihr Gegner viel weniger zu gewinnen, wenn er Hände wie Q-Js folden würde und dieser Bluff würde nicht viel Sinn machen.
Value Betting
Genau wie Bluffs sollten auch Valuebets auf bestimmte Blätter innerhalb des gegnerischen Spektrums zielen. Angenommen, der Gegner kennt die Grundlagen des Handreadings dann sollte Ihr Gedankenprozess beim Valuebetten auf dem River aus Position etwa so ablaufen: „Ich möchte, dass er mit X callt, deswegen setze ich Y $ in der Hoffnung er nimmt an, ich habe Z.“
Angenommen, Sie raisen vom Button mit A-5 auf 30 $ in einer $5/$10-No-Limit-Partie. In dieser Situation ist das Spektrum des Gegners noch zu breit, um genau klassifiziert zu werden. Sie sollten allerdings schon gewisse Blätter ausschließen. Vermutlich hat der Gegner keine T-2o (da würden Sie ein Fold erwarten) oder K-K (da würden Sie – zumindest meist – ein Reraise erwarten). Ihr Gegner callt und der Flop bringt K-T-T Rainbow. Er checkt, Sie spielen 45 $ an, er callt.
Damit bekommen wir wertvolle Informationen. Obwohl der Gegner durchaus zum Bluffraisen fähig ist, haben Sie ihn nie callen erlebt mit der einzigen Absicht, später zu bluffen. Sie glauben darüber hinaus, dass er es besonders nicht außer Position macht. Sein Spektrum enthält also vermutlich A-X (er weiß, sie contibetten viel und nimmt daher korrekterweise an, dass er mit Ass-hoch oberhalb Ihres Spektrums liegt), K-X, Q-J, Q-9, T-8 bis A-T (Sie erwarten, er foldet schlechtere T-X vor dem Flop), Pocketpaare 2-2 bis 8-8 und gelegentlich höhere Pocketpaare, obwohl Sie eigentlich glauben, dass er damit normalerweise vor dem Flop reraist.
Als Turn fällt ein weiterer K, eine großartige Karte für Sie. Die meisten gegenrischen Pocketpaare werden wertlos, es ist nun weniger wahrscheinlich, dass er selbst einen K hat und Sie stehen unentschieden gegen viele seiner A-X-Karten, die vorher den besseren Kicker gehabt hätten. Er checkt, das sagt Ihnen wenig und Sie freuen sich hinter ihm checken zu können.
Der River bringt eine 2, der Gegner checkt wieder. Jetzt können Sie sein Spektrum noch weiter eingrenzen. Sie sind ziemlich sicher, er hätte jedes Full House oder jeden Vierling angespielt und mit einem wertlosen Paar einen Bluff versucht. Damit bleiben als mögliche Hände beim Gegner A-X, Q-J, Q-9, und die seltenen A-A, Q-Q, J-J.
Es sieht nach einer guten Gelegenheit für eine Valuebet aus, denn Sie sind in fast keinem Fall geschlagen. Jetzt ist die Frage, wie viel Sie setzen sollten. Um das zu ermitteln, müssen Sie überlegen, welche Blätter Sie angreifen. In unserem fall wollen Sie von karten wie Q-J oder Q-9 profitieren. Was würde Ihren Gegner veranlassen, eine Wette auf dem River mit Queen hoch zu callen? Seine Annahme, Sie würden bluffen. Sie müssen also so setzen, dass Ihr Gegner die Wette für einen Bluff hält.
Dies ist ein wichtiger Punkt, denn viele Spieler setzen Hier angepasst an die Stärke ihrer Hand. Sie spielen hoch an, wenn sie bluffen oder eine starke Hand valuebetten und machen winzige Einsätze, wenn sie nur klein valuebetten. Dieses Wettmuster ist ziemlich offensichtlich und erfahrene Gegner können und werden so etwas ausnutzen.
Ich sage nicht, Sie sollten hier immer eine hohe Valuebet starten. Es hängt vom Gegner ab. Was ich sagen will ist, die Höhe Ihres Einsatzes sollte vom Call-Spektrum des Gegners abhängig sein, nicht vom absoluten Wert Ihres Blattes. Wenn der Gegner mit Q-3 eine Wette in Höhe des halben Pots dreimal so oft callt wie eine Wette in Pothöhe, dann sollten Sie den kleineren Betrag anspielen. Wenn er den kleineren Betrag weniger als zweimal so oft callt, wäre der größere Betrag der richtige Einsatz. Sie müssen zunächst festlegen, mit welchen Blättern Sie gecallt werden möchten und dann bestimmen, wie Sie Ihre Equity gegenüber diesen Händen maximieren können.
Schlussfolgerung
Obwohl viele Spieler den Sinn vage verstanden haben, über die Handspektren ihrer Gegner nachzudenken, verstehen die meisten nicht, was sie dann genau mit ihren Erkenntnissen anfangen sollen. Hoffentlich machen diese Informationen deutlich, wie wichtig es ist, ständig über die möglichen Karten der Gegner nachzudenken. Vielleicht klären sie auch über ein paar Möglichkeiten auf, wie Sie diese Erkenntnisse für Ihre Entscheidungsfindung nützen können. Andrew Brokos

Semibluff

Viele Spieler begehen den Fehler, ohne Nachzudenken mit ihren Draws und guten Hände zu betten. In der heutigen Zeit, in der alle und jeder ständig zum Showdown gehen, ist es wichtig, sich Gedanken über das Board zu machen und darüber, wie der Gegner reagieren wird. Mit einem Draw sollte man immer die gegnerische Range im Auge behalten und überlegen, ob der Gegner oft genug folden wird, um einen Semibluff profitabel zu machen. Oft muss der Gegner nur einen kleinen Prozentsatz seiner Range folden, es gibt aber viele Situationen, in denen es nicht profitabel ist, einen Draw Heads-up zu raisen, weil der Gegner zu oft zum Showdown gehen wird.
Hand #1
Hier ist eine Hand, die veranschaulicht, wie dünn Leute heruntercallen, wenn man auf alle seine Draws setzt.
$15/$30 Limit Hold ‘em – 5 players
Preflop: Hero ist Button mit Pik DamePik Neun
2 Folds, Hero raist, 1 Fold, BB callt
Flop: (4,667 SB) Kreuz NeunKreuz SiebenHerz vier(2 Spieler)
BB checkt, Hero setzt, BB raist, Hero callt
Turn: (4,333 BB) Pik sieben(2 Spieler)
BB setzt
An dieser Stelle berechnete ich unsere Equity auf diesem Board gegen einen normalen tight-aggressiven Spieler. Ein durchschnittlicher TAG checkraist den Flop und wettet auf dem Turn mit jedem Paar und besser, einigen Händen wie Ass-hoch und Draws.
Equity
Gegnerische Hand: 71,789% { 55-22, A7s, Ac6c, Ac5c, A4s, Ac3c, Ac2c, Kc9c, Kc8c, K7s, Kc6c, Kc5c, K4s, Kc3c, Kc2c, QcTc, Qc9c, Qc8c, Q7s, Qc6c, Qc5c, Q4s, Qc3c, Qc2c, J9s-J2s, T7s+, Tc6c, 97s+, 9c6c, 85s+, 74s+, 65s, 6c4c, 53s+, 43s, ATo-A9o, A7o, A4o, K7o, QJo, Q7o, J7o+, T7o+, 97o+, 86o+, 75o+, 65o }
Unsere Hand: 28,211% { Q9s }
Es befinden sich bereits 5,33 BB im Pot und wir würden 2 BB riskieren, um diesen Pot plus eine weitere gegnerische Bet zu gewinnen. Um profitabel callen zu können, benötigen wir eine Equity von 2 / (6,33+2) = 24%. Da unsere Equity 28% beträgt, wir Implied Odds haben für den Fall, dass eine Dame kommt, und es unwahrscheinlich ist, dass unser Gegner mit König-hoch oder Flushdraws mit einem Ass erneut betten wird, ist ein Call profitabel.
Es gibt mehrere Gründe dafür, weshalb unsere Equity so hoch ist:
1. Es gibt eine große Zahl an Straßen- und Flushdraws, gegen die wir augenblicklich vorne liegen.
2. Es ist unwahrscheinlich, dass unser Gegner eine Sieben hält, da bereits zwei Siebenen im Board sind.
3. Gegen eine gepaarte Vier haben wir mehr Outs, da wir unseren Gegner überholen können, wenn sich das Board erneut paart. Außerdem befinden sich in der Preflop-Range eines TAGs nicht viele Vieren.
Ich fand es erstaunlich, dass man auf diesem Board einen profitablen Call mit Dame-hoch hat. Der Grund dafür ist die gegnerische Range, die aus sehr vielen Draws im Vergleich zu fertigen Händen besteht. Außerdem erhöhte der Turn unsere Equity gegen fertige Hände.
Ist es nun richtig, mit Q9 herunterzucallen? Gegen die übliche Strategie, mit allen Draws gegen einen Raise vom Button zu checkraisen, ja. Gegen einen klugen Gegner, der die Dynamik dieser Situation erkennt, nein.
Die offensichtliche Schlussfolgerung lautet, der richtige Spielzug des BB besteht darin, viele Draws zu check-callen und auf dem River zu folden, wenn man sich nicht verbessert hat. Wenn ein Gegner mit Dame-hoch callt, dann ist es sinnlos, einen Bluff zu versuchen. Es ist besser, zu checken und auf eine Freecard zu hoffen. Die einzigen schlechteren Hände als Dame-hoch sind Hände wie T8s, trotzdem werden viele Ihrer Gegner Ihre Draws betten, statt sie zu folden. Hier ist es sogar noch wahrscheinlicher, da viele Hände, mit denen man semibluffen könnte, keinen Showdown-Wert haben.
Achtung, der Fehler besteht nicht darin, zu semibluffen, sondern speziell diesen Turn zu semibluffen.
Bei einem dritten Kreuz, einer 5 oder einer 6 wäre ein Semibluff profitabel, da nun viele Hände folden müssten, weil viele Draws angekommen sind. Da die Equity des Big Blinds auf dem Flop mit den meisten Draws recht gut ist, kann der ursprüngliche Raise als Investment für einen Bluff bei bestimmten Karten auf dem Turn aufgefasst werden.
Hand #2
Sie raisen auf dem Button mit QTo und werden vom tight-aggressiven Big Blind 3-fach erhöht. Der BB wartet mit seinen guten Händen gerne bis zum Turn und geht oft zum Showdown.
Das Board kommt
Herz achtPik fünfKaro vier
Der Big Blind setzt, Sie raisen und der Big Blind callt
Der Turn ist die
Pik vier
Der Big Blind checkt. Sie sollten checken.
Dies ist ein Beispiel für ein Manöver, das eine Mischung aus einem Semibluff und dem Nehmen einer Freecard darstellt. Die Range für 3-Bets ist bei den meisten Gegnern loose. Wenn Sie eine Dame oder eine Zehn treffen, werden Sie in vielen Fällen vorne liegen. Der Call auf dem Flop ist daher richtig.
Mit dem Read, dass unser Gegner gerne bis zum Turn wartet, können wir den Flop raisen, ohne uns zu sehr um eine 3-Bet sorgen zu müssen. Dadurch maximieren wir unseren positionellen Vorteil auf dem Turn.
Der Turn paart das Board und keine Draws kommen an. Das senkt die Chancen, den Gegner von Ass-hoch oder gar König-hoch zu bluffen erheblich. Da darüberhinaus 99+ weiterhin in der gegnerischen Range sein kann, sollte man nicht das Risiko eingehen, geraist zu werden, und damit seine Outs für die geringe Chance aufgeben, den Pot zu gewinnen.
Der korrekte Spielzug besteht in einem Check, um auf eine 6, 7, Zehn oder Dame zu hoffen, bei denen man auf dem River zu betten plant. Man sollte auch ein paar Hände wie A6 oder A7 checken, um damit günstig den Showdown zu sehen.
Hätte das Board eine Sechs oder Sieben gebracht, dann hätten wir betten sollen, um mithilfe der Scarecards Hände wie Ass-hoch zum Folden zu bringen. Eine Sechs oder Sieben hält außerdem hohe Paare von einem Checkraise auf dem Turn ab.
Hand #3
Sie raisen KJo UTG und ein TAG, der gerne zum Showdown geht, reraist im Cutoff. Alle anderen folden, Sie callen.
Das Board kommt
Pik DameKaro zehnHerz vier
Semibluffen Sie hier nicht.
Viele Spieler raisen hier instinktiv, da „sie einen Open Ended Straßendraw und eine Overcard halten“. Gegen jemanden, der gerne zum Showdown geht, ist das jedoch ein Fehler.
Der tight-aggressive Spieler hat bereits Informationen zu seiner Range preisgegeben. Sie besteht fast vollständig aus Händen, die zum Showdown gehen werden. Ihr Raise UTG weist auf eine starke Range hin, nichtsdestotrotz reraist er, bevor die meisten Spieler an der Reihe waren. Er muss eine starke Hand halten, sonst würde er Geld verbrennen. Alle Jubeljahre einmal mag er Suited Connectors halten, aber nicht annähernd oft genug, um einen Raise auf dem Flop zu rechtfertigen.
Da sich in Ihrer Range viele Straßendraws befinden, ist es unwahrscheinlich, dass ein Spieler, der gerne zum Showdown geht, seine Hand auf dem Flop folden wird.
Mit J9s dagegen würde ich hier einen Semibluff in Erwägung ziehen. Zwar ist die Equity geringer als mit KJ, dafür gibt es Scarecard-Outs – ein Ass. Hält Ihr Gegner 55-99, dann wird er vermutlich folden, wenn ein Ass kommt. Das mögen vielleicht nicht genügend Kombinationen sein, wenn man berücksichtigt, wie oft wir auf dem Turn geraist werden. Es veranschaulicht aber ein wichtiges Prinzip.
Geht Ihr Gegner gerne zum Showdown und hält sehr wahrscheinlich eine recht starke Hand, dann semibluffen Sie nur, wenn es neben Ihren echten Outs Scarecards gibt, die Ihren Gegner zum Folden bringen können.
Das gilt natürlich nur für Bluffs, nicht wenn Sie einen Draw für Value betten.
Ein paar Beispiele, in denen die meisten tight-aggressiven Gegner nur gute Hände halten: Wenn Sie preflop einen Raiser aus Early Position reraisen, wenn sie preflop 4-betten oder wenn sie aus den Blinds gegen zwei oder mehr Limper raisen.
Zusammenfassung
In diesem Artikel wurden einige Situationen untersucht, in denen ein Semibluff unprofitabel bei einer PokerParty ist. Es gibt viele weitere. Der Grundgedanke dahinter ist, man sollte es vermeiden, in Situationen, in denen ein Semibluff in Frage kommt, auf Auto-Pilot zu gehen. Denken Sie über die gegnerische Range nach und daran, was er folden wird, wenn Sie mit Ihrem Draw betten oder raisen. Jordan Cairns.

Zwei Spielfehler

Im letzten Artikel bin ich auf den Fehler zu häufiger Folds bei einer PokerParty eingegangen. Dieser Fehler wird von Spielern begangen, die zwar keine Experten, aber in der Lage sind, die kleinen Limits zu schlagen. Werfen wir nun einen Blick auf einen anderen Fehler, den diese knappen Gewinner oft machen.Eines der ersten Konzepte bei Poker, das die meisten von uns beherrschen, besteht darin, zu betten oder zu raisen oder vielleicht einen Checkraise zu versuchen, wenn man sich vorne sieht. Auf diese Weise bekommt man mehr Geld in den Pot, die Gesamterwartung wird höher und man sollte langfristig mehr Profit machen.In Situationen, in denen man eine extrem starke Hand und der Gegner vermutlich sehr wenig hält, könnte man möglicherweise ein Slowplay versuchen. D. h., man wettet oder raist nicht, in der Hoffnung, die nächste Karte gibt dem Gegner genug, um selbst zu betten oder einen auszubezahlen. Es gibt aber noch einen anderen Grund, aus dem es manchmal korrekt sein kann, Slowplay zu betreiben. Auch wenn eine Bet oder ein Raise eindeutig profitabel sind, kann es aus strategischen Gründen noch profitabler sein, auf einer späteren Straße aggressiv zu werden oder durch das Abwarten festzustellen, dass man geschlagen ist, und Geld sparen.

Das erste PokerParty Beispiel stammt aus David Sklanskys Buch „Poker, Gaming and Life“. Auf Seite 79 bringt David ein Beispiel für einen Multiway-Pot, während Sie entweder Asse, Damen oder Neunen im Big Blind halten. Seine Empfehlung lautet: Raisen Sie mit Assen, callen Sie mit Damen und raisen Sie mit Neunen. Wie kann das sein?Zuerst einmal denke ich, wir sind einer Meinung, dass Asse eine ausgezeichnete Hand sind, die einen Raise wert ist. Mit den Neunen und vielen Spielern im Pot bekommt man gute Odds dafür, ein Set zu floppen, ein Raise sollte also profitabel sein. Was aber ist mit den Damen? Ist das nicht ebenfalls eine sehr gute Hand, die die gleichen Odds hat, ein Set zu floppen wie die Neunen?

Die Antwort auf alle diese Fragen lautet „ja“. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied. Es ist mit den Damen sehr viel weniger wahrscheinlich als mit den Assen, den Pot zu gewinnen, ohne sich zu verbessern. Es ist aber deutlich wahrscheinlicher als mit den Neunen. Dadurch gibt es strategische Unterschiede bei der Behandlung des Blatts.Insbesondere, wenn ein Ass oder ein König floppt, wird man froh sein, nicht geraist zu haben. Falls man mit Damen auf dem Flop ein Overpair hat (was deutlich häufiger passiert als mit Neunen), besitzt man nun einen strategischen Vorteil, weil man vor dem Flop nicht raiste. Es ist leichter zu raisen oder zu checkraisen, wodurch man viele Gegner zum Folden bringen und sich selbst eine bessere Chance auf den Gewinn des Pots verschaffen kann. Raist man vor dem Flop, werden die Gegner weniger geneigt sein zu betten oder zu raisen, da sie Ihre Hand fürchten. Darüberhinaus würden einige der Gegner auch nach einem Raise auf dem Flop mitgehen, weil der große Pot attraktiv ist. Sklansky sagte es folgendermaßen: „Das Problem besteht darin, dass es für diese Paare insbesondere in Early Position sehr viel schwieriger ist, unverbessert zu gewinnen, wenn man seine Hand verrät und die Potgröße verdoppelt.“

Ein weiteres PokerParty Beispiel dafür ist etwas, das ich mehrmals in der Pokerliteratur gesehen habe. Es ist das Konzept, in einem Pot gegen wenige Gegner, üblicherweise Heads-Up, sofort zu raisen, wenn man glaubt, die beste Hand zu halten.Betrachten wir ein Beispiel. Nehmen wir an, Sie halten eine mittelmäßig starke Hand auf dem Flop, Ihr Gegner setzt, und Sie sind sich ziemlich sicher, er hat einen Flushdraw ohne weitere Verbesserungsmöglichkeiten. Sollten Sie raisen?

Um diese Frage zu beantworten, sollte man zuerst einmal beachten, dass Sie gegen einen Flushdraw 2 zu 1 Favorit sind. Da Ihr Gegner nur 1 zu 1 auf Ihren Raise bekommt, machen Sie damit Profit. Raisen Sie in dieser Situation also immer und immer wieder, werden Sie langfristig signifikanten Gewinn machen. Man sollte aber den Vergleich mit der Alternative anstellen und sich fragen, ob ein Call besser sein könnte.Zuerst einmal wird Ihr Gegner in 20% der Fälle auf dem Turn den Flush treffen. Wenn das passiert, können Sie froh sein, keine weitere Bet auf dem Flop investiert zu haben.Kommt die Flushkarte nicht, kann es nun zu einer anderen günstigen Situation kommen. Da der Pot Heads-Up ist und Sie keine Stärke zeigten, könnte Ihr Gegner dazu tendieren, erneut zu betten, in der Hoffnung, dass Sie folden. Jetzt raisen Sie und bringen ihn dazu, eine zweite Big Bet in den Pot zu befördern, während er 4 zu 1 Underdog ist, im Gegensatz zu einer zweiten Small Bet (auf dem Flop), während er 2 zu 1 Underdog ist.In dieser Situation ist die Strategie, nicht auf dem Flop zu raisen, eindeutig besser. Selbst wenn Sie wissen, Ihr Gegner checkt seinen Flushdraw oft auf dem Turn, kann es besser sein zu warten, da der Raise auf dem Turn so profitabel ist.

Es gibt noch eine andere Situation, in der das Konzept, auf eine spätere Straße zu warten, zum Tragen kommen kann. Diese Situation tritt auf, wenn Sie eine gute, aber nicht sehr gute Hand floppen, als letzter an der Reihe sind und daher niemanden zum Folden bringen können.Hier ist ein Beispiel. Nehmen wir an, Sie haltenAc, Jdauf dem Button in einem Multiway-Pot. Der Flop istJh, 7d, 3d.Ein Spieler in Early Position setzt und ein paar weitere Spieler callen, bevor Sie an der Reihe sind. Sollten Sie raisen?

Wieder gefällt der Flop. Sicher, mit dieser Hand wird man nicht immer vorn liegen, und selbst wenn, wird man manchmal überholt. Aber man wird oft genug die beste Hand halten (oder sich zur besten Hand verbessern), um profitabel raisen zu können.Was aber passiert, wenn Sie auf dem Flop nicht raisen? Zuerst einmal könnte eine Scarecard wie ein weiteres Karo oder eine Sieben kommen. Nun kann man froh sein, nicht geraist zu haben. Zweitens könnte die erste Person, die setzte, nicht wieder wetten, aber jemand anderes (näher zu Ihrer Rechten). Dann sind Sie nicht nur mit einem Raise in der Lage, Spieler zum Folden zu bringen, sondern der aktive Gegner muss eine zweite Big Bet zahlen, um mitzugehen. Es ist klar, dass das in dieser Situation oft der bessere Spielzug ist.

Zusammenfassung: Limit Hold’em ist ein sehr komplexes Spiel. Wie dieser Artikel zeigt, sind profitable Spielzüge nicht unbedingt optimal. Man sollte offensichtliche Bets und Raises immer mit möglichen Alternativen vergleichen. Manchmal stellt sich bei einer PokerParty heraus, die Alternative ist besser. Mason Malmuth

 

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